28.05.2026

Gemeinsam mit dem lokalen Kirchenteam organisierten die Freiwilligen einen besonderen Jahrmarkt für die Kinder, die sie seit langer Zeit regelmässig besuchen. Während des ganzen Jahres hatten die Kinder fleissig an den Veranstaltungen teilgenommen, Fragen beantwortet, Bibelverse auswendig gelernt und Punkte gesammelt. Diese Punkte konnten sie nun am Jahrmarkt gegen kleine Geschenke, Spielzeuge und Süssigkeiten eintauschen.
Doch das Wertvollste an diesem Tag war nicht das Materielle. Für viele Kinder bedeutete der Jahrmarkt vor allem eines: Sie spürten, dass ihr Einsatz gesehen und geschätzt wird. Gerade für Kinder, die oft wenig Anerkennung erfahren, ist dieses Gefühl von grosser Bedeutung.

Besonders bewegend war die Geschichte von Sasha, die die Freiwillige Daria erzählte:
„Heute hat mich ein Kind besonders berührt. Sein Name ist Sasha. Ich erinnere mich an unsere ersten Besuche, als wir gerade begonnen hatten, diese Kinder regelmässig zu treffen. Damals war Sasha oft aggressiv, wild und hatte Mühe mit seinem Verhalten. Aber ich hatte immer das Gefühl, dass es nicht einfach nur ‚schlechtes Benehmen‘ war. Tief in seinem Herzen fehlten ihm Liebe, Annahme und Wärme.
Und heute habe ich eine grosse Veränderung gesehen. Er ist so sanft und herzlich geworden. Heute hat er mich umarmt, Komplimente gemacht und die Süssigkeiten, die er am Jahrmarkt gekauft hatte, mit anderen Freiwilligen geteilt.
Diese Veränderungen bringen mir Tränen in die Augen. Denn wenn die emotionalen Grundbedürfnisse eines Kindes erfüllt werden – das Bedürfnis nach Liebe, Annahme und Sicherheit –, beginnt sich sein Herz zu verändern. Kinder müssen sich dann nicht mehr durch Aggression ‚schützen‘.
Sasha hat angefangen zu spüren, dass er für jemanden wichtig ist. Dass er geliebt wird. Dass er zählt. Und ich glaube wirklich, dass wir deshalb diese Veränderungen in ihm sehen. Ich bin Gott so dankbar, dass Er diese Kinder so tief liebt und sich durch uns um sie kümmert. Es ist für mich eine grosse Ehre, Teil davon zu sein, wie Gott Kinderherzen berührt.“
Der Tag in Rozdilna zeigte einmal mehr, wie stark Liebe, Beständigkeit und Annahme Kinder prägen können. Dort, wo Kinder sich sicher und angenommen fühlen, lernen sie Vertrauen und öffnen ihre Herzen. Oft geschieht Gottes Wirken gerade durch einfache Dinge – durch Aufmerksamkeit, Umarmungen und das verlässliche Dasein von Menschen.









































































































































