Projekte

Die Inter-Mission arbeitet seit der Gründung eng mit den Projektpartnern vor Ort zusammen und unterstützt einzelne Projekte seit Jahrzehnten und ermöglicht so nicht nur eine Startfinanzierung, sondern eine nachhaltige Entwicklung der Projekte.
Die Inter-Mission evaluiert laufend die einzelnen Projekte und entscheidet über deren Weiterführung.
Aktuell sind wir so mit rund 15 Partnern verbunden.

Kinderheime

Kinder ohne Schutz und Versorgung

Ideal ist es, wenn Kinder in einer intakten, gesunden Familie aufwachsen. Tausendfache Realität ist es aber, dass Kinder – gerade in armen Ländern wie Indien – in zerrütteten Familienverhältnissen leben müssen, als Waisen oder Halbwaisen unzureichend versorgt werden und selber für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen. Neben Heimen, die generell für Waisen oder Sozialwaisen geführt werden, sind auch solche für spezifische Problemgruppen entstanden, wie Heime für Kinder aus Rotlichtvierteln und Aids-Waisen, für behinderte Kinder und für Jugendliche, die unter den Folgen von Kinderlähmung leiden.

Kinderheime als Alternative

Kinderheime sind hier oftmals die einzige Alternative zu einem Leben auf der Strasse, zum Betteln, zur Kriminalität. Seit Beginn bilden solche Heime den Schwerpunkt der Arbeit der Inter-Mission. Einige Hundert Kinder und Jugendliche leben in unseren Heimen. Ausgewogene Ernährung, medizinische Betreuung, Kleidung und Schulbesuch mit anschliessender Berufsausbildung gehören ebenso dazu wie eine familiäre Atmosphäre und eine Prägung durch christliche Werte. Heimeltern, die fachlich und menschlich für ihre Aufgabe qualifiziert sind, vermitteln Liebe und Geborgenheit.

Ganzheitliche Versorgung

Ziel ist es, ganzheitlich für die Kinder zu sorgen. Das Leben in solch einer Gemeinschaft ist mehr als ein behelfsmässiger Familienersatz. Für viele Kinder ist es ihre Familie, in der sie zu gereiften Persönlichkeiten heranwachsen, Verantwortung in ihrer Gesellschaft übernehmen und selber Liebe geben.

Schulen

Im Brennpunkt der Not, wo das Elend am grössten ist, wo die Ärmsten der Armen leben – dort zu helfen ist ein Hauptanliegen der Inter-Mission. Auf vielfältige Weise geschieht dies in den 130 Schulen in Dörfern oder in den Slums der Grossstädte.

Betreuung und Förderung

Neben dem Schulunterricht kann das zum Beispiel durch eine tägliche, warme Mahlzeit, Kleidung, Hausaufgabenbetreuung und medizinische Versorgung sein. Die Kinder erfahren von den Lehrerinnen persönliche Zuwendung sowie individuelle Betreuung in einer guten und fröhlichen Atmosphäre. Mehr als 20‘000 Kinder, hauptsächlich in Indien, aber auch in Brasilien werden auf diese Weise gefördert: Von der Vorschulstufe bis zu einer Berufslehre oder zur Matura. Meist haben diese Schulen weitherum einen äusserst guten Ruf und sind sehr beliebt.

Überwindung von gesellschaftlichen Barrieren

Die Eltern wissen, dass die Tagesschulen die einzige Möglichkeit für ihre Kinder sind, eine gute Ausbildung zu erhalten. Das Interesse an christlichen Schulen ist so gross, dass an manchen Orten die “Mauern“ zwischen Menschen verschiedener Kasten fallen, und unter Umständen ein Kind aus der hohen Kaste neben einem Kind aus der niedrigen Kaste sitzt, was sonst in Indien undenkbar wäre. So wird an den Schulen auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und der Gemeinschaftssinn gefördert.

Dorfentwicklung

Besonders im Norden Indiens trifft man in weiten Gebieten auf völlig unterentwickelte und rückständige Dörfer. Ganze Familien leben hier oft am Existenzminimum und Kinder sind unter- oder mangelernährt.
Hier fehlt dem überwiegenden Teil der Eltern selbst eine grundlegende Schulbildung. Die Kinder werden oft nicht zur Schule geschickt, da es im näheren Umfeld keine funktionierende Schule gibt oder sie aus Kastengründen nicht zugelassen werden.
In Zusammenarbeit mit regional tätigen Werken unterstützt die Inter-Mission mehrere Dorfentwicklungs-Projekte, welche Familien und Dörfer stärken sollen, damit für die Kinder gar nicht erst eine Aufnahme im Kinderheim nötig wird.
Sehr oft ist die ganzheitliche Arbeit, basierend auf christlichen Werten, eine wesentliche Komponente, um diese Dörfer und ihre Bewohner nachhaltig aus Rückständigkeit und extremer Armut herauszuführen.

Bildung und Ernährung

Die Kinder erhalten eine gute, geregelte Schulausbildung und ordentliche Kleidung, sie werden gesund und ausreichend ernährt und erfahren echte Zuneigung und Wertschätzung. Darüber hinaus werden besonders die Frauen gefördert durch Schulungen über Hygiene, Gesundheit, Ernährung, Kindererziehung, Umgang mit Geld etc.

Infrastruktur

Meistens wird für das Dorf ein einfaches Schulgebäude errichtet, welches die Dorfbewohner als Versammlungsraum nutzen können und auch als Basis für eine Gemeindearbeit dient.

Mikrokredite und Frauenförderung

Ein Mikrokredit ist ein Kleinstdarlehen und folgt dem Prinzip “Hilfe zur Selbsthilfe”. Arme haben keine Chance, einen Kredit zu akzeptablen Konditionen zu erhalten. Sie sind Geldverleihern und Wucherern mit überhöhten Zinsen ausgeliefert.

Kurse speziell für Frauen

An verschiedenen Orten werden auch Kurse speziell für Frauen angeboten (Nähkurse, Hygiene etc.), welche den Frauen helfen, etwas zum Unterhalt und zur Gesundheit der Familie beizutragen.

Bildung und Ernährung

Die Inter-Mission ermöglicht den Projektpartnern vor Ort, Kleinstkredite zu günstigen Konditionen anzubieten. Unsere Projektpartner unterstützen die Begünstigten beim Aufbau eines existenzsichernden Kleingewerbes.

Berufsausbildung

Für junge Leute in Entwicklungs- und Schwellenländern ist heute eine qualifizierte und praxisorientierte Berufsausbildung wichtiger denn je.
Sehr wertvoll ist auch, wenn sie gleichzeitig eine in christlichen Werten gegründete Lebensführung vermittelt bekommen.
Anfangs waren dies vor allem Lehrstellen in handwerklichen Berufen. In den letzten Jahrzehnten ist eine wachsende Zahl von praxisnahen Schulausbildungen, vor allem für Dienstleistungsberufe in der Computerbranche und im Industrie-, Mode- und Gesundheitsbereich dazugekommen.

Berufsausbildungen für gute Stellen

Besonders im Norden Indiens hat die Inter-Mission in den letzten Jahren neue Studienrichtungen an einer Fachhochschule ermöglicht. Aktuell werden fünf Studiengänge angeboten: Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Elektrik, Elektrotechnik und Computerwissenschaft. Vor allem die Computerbranche liefert ein sehr grosses Potential an Arbeitsstellen, auch für junge Frauen. Jugendliche mit einer Berufsausbildung haben keinerlei Schwierigkeiten, gute Stellen zu finden.

Integration ins Arbeitsleben

Erhebungen unter den ehemaligen Lehrlingen haben gezeigt, dass sich die jungen Berufstätigen sehr gut ins Arbeitsleben haben einfügen können und heute teilweise leitende Stellungen in verschiedensten Betrieben innehaben oder selbständig wurden. Viele von ihnen sind auch wertvolle Mitarbeiter in christlichen Werken geworden.

Gesundheitswesen

Unterstützung für lokale Partner

Die Inter-Mission unterstützt verschiedene lokale Partner bei ihren Projekten im Gesundheitswesen. In Bihar, dem ärmsten Bundesstaat Indiens, wurden zwei Spitäler gebaut und tausende von Patienten profitieren davon, die sonst keine Möglichkeit für eine medizinische Behandlung hätten. Darüber hinaus unterstützen wir an verschiedenen Orten mobile medizinische Kliniken. 

Zielgruppen

Die Inter-Mission ermöglicht Projekte im Bereich AIDS-Prävention, Hilfe an kranken und sterbenden Menschen, Behindertenheime sowie Ausbildungen im medizinischen Bereich (Krankenschwesternschule). In zwei Projekten wird jungen Frauen aus dem Rotlichtmilieu geholfen, aus den unmenschlichen Zuständen herauszukommen und eine neue Existenz aufzubauen.

Bartimäusprojekt

Das Bartimäusprojekt mit Schwerpunkt Bettlerarbeit in Indien, ist ein Projekt unter dem Dach der Inter-Mission Schweiz, das eine weitgehend eigenständige Organisationsstruktur in der Schweiz hat. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle.

Ciceb Brasilien

Das Projekt Ciceb in Brasilien ist eine über 50 jährige Missionsarbeit, die von der Inter-Mission Schweiz unterstützt wird. Das Hauptziel von Ciceb ist es, den evangelischen Glauben verarmten Menschen im Nordosten des Landes näher zu bringen, die sonst keinen Zugang zu einer Gemeinde oder ähnlichem finden würden.

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