28.07.2021
Liebe Inter-Missions-Familie
Wir grüssen euch ganz herzlich im Namen von Jesus Christus, unserem unvergleichlichen Gott. Ich freue mich sehr, euch diesen Brief zu schreiben. Wir sind Gott sehr dankbar über seine Treue gegenüber dem GEMS Polytechnic College (GPC). Wir dürfen heute ins siebte Jahr starten mit der Gewissheit: Wenn Gott nicht seine Hand über uns gehalten hätte, wären wir nie so weit gekommen. In all unseren Höhen und Tiefen, Misserfolgen und Erfolgen, hat er treu zu uns gehalten. Wir danken euch von ganzem Herzen für eure Gebete, die unglaubliche Unterstützung und den Halt, den ihr uns gegeben habt. Herausforderungen gibt es immer und wird es auch weiterhin geben, manchmal könnten sie sogar grösser werden, aber eines wissen wir ganz sicher: Wir beten zu einem allmächtigen Gott, der grösser ist als alle Herausforderungen, die wir sehen oder auch nicht sehen.

Covid-Pandemie
Gottes Gnade war und ist mit all unseren Mitarbeitenden. Obwohl viele an Covid-19 erkrankt sind, haben sich alle wieder vollständig erholt. Einige unserer Studierenden mussten schwere Zeiten des Leidens und des Schmerzes durchmachen, da sie entweder ihre Geschwister oder ihre Eltern verloren haben. Eine Zeit lang wurde unser College-Campus in ein Quarantänezentrum umgewandelt. So konnten wir viele Wanderarbeiter unterstützen und auch Bibeln verteilen. Das 3D-Drucklabor wurde mit Unterstützung von Studierenden und Mitarbeitenden in Betrieb genommen und produzierte Gesichtsschutzschilder für Krankenhäuser in und um Bihar. Leider war es uns durch finanzielle Engpässe (fehlende Einnahmen von Schulgebühren) nicht möglich, während der Pandemie unseren Mitarbeitenden das volle Gehalt zu zahlen. Die Inter-Mission hat uns geholfen, so dass wir trotzdem einen Teil der Löhne auszahlen konnten, um damit die Familien zu unterstützen. Einschränkungen gab es auch in unseren Forschungsprojekten. Trotzdem sind wir vorangekommen.
Studierende
Das Aufnahmeverfahren für das Jahr 2020 wurde erst im Juni 2021 abgeschlossen, da aufgrund der Pandemie im vergangenen Jahr keine neuen Studierenden anfangen konnten. Wir sind Gott sehr dankbar, dass wir 222 Studierende neu aufnehmen konnten, die ab dem 12. Juli 2021 zum Präsenzunterricht ins GEMS Polytechnic College gekommen sind.
Die Zulassungen für 2021 haben ebenfalls gerade begonnen, und wir beten und hoffen, dass möglichst viele das Studium neu aufnehmen. Wir bedanken uns herzlich für all eure Gebete. Obwohl wir uns gut an die Online-Unterrichtsformen gewöhnt haben, sind wir sehr froh, unsere Studierende wieder bei uns zu haben. Ihre Anwesenheit bringt den Campus wieder zum Strahlen.

Bauarbeiten
Mit Gottes Hilfe konnte unser GEMS-Bauteam 90% der Bauarbeiten am neuen Studentenwohnheim abschliessen. Bis Ende August werden auch die noch ausstehenden Arbeiten im dritten Stock abgeschlossen sein. Die Studenten sind derzeit bis zum zweiten Stock eingezogen. Die Arbeiten an der neuen Werkstatt sind ebenfalls im Gange. Das Erdgeschoss ist fast fertig und nun geht der Ausbau des ersten Stocks los. Wir danken Gott für die finanzielle Unterstützung, die wir bekommen haben. Der Werkstattbau kommt nicht nur den Studierenden direkt zugute. Er ermöglicht uns auch, die 20% der Studienplätze, die uns vorübergehend gestrichen wurden, wieder anbieten zu können.
Die regelmässigen Besuche von Augustine Jebakumar haben dazu beigetragen, den Schwung der Arbeit aufrechtzuerhalten. Der Bau der Campus-Kirche geht ebenfalls gut voran. Wir beten zu Gott, dass in den kommenden Tagen auch die Bauarbeiten für die eine kleine Klinik auf dem Campus begonnen werden können.
Personal
Dank der Gnade Gottes haben wir genügend qualifizierte Mitarbeitende, mittlerweile sind es über 80. Es ist sehr erfreulich zu sehen, wie die neu eingestellten Mitarbeitenden mit viel Engagement und Hingabe an ihre Arbeit gehen.

Brücke zur Arbeitswelt
Seit 2019 wird die Vernetzung mit Fachleuten aus der Industrie gesucht. Dies ermutigt die Studenten, sich mit den aktuellen Themen in Forschung und Entwicklung auseinanderzusetzen, das unternehmerische Denken wird gefördert und die Schwelle in die Arbeitswelt wird kleiner. Die meisten Abgänger dieser Fachhochschule konnten nach dem Studium eine gute Arbeitsstelle in einem Unternehmen antreten.
Weitere Entwicklungsschritte
Aufbau des Sprachlabors: Dies wird den Studierenden das Erlernen der englischen Sprache erleichtern, da viele in der Grund- und Sekundarschule nicht in Englisch, sondern in der lokalen Sprache Hindi unterrichtet wurden, während der Lehrplan für die technische Ausbildung in Englisch abgefasst ist.
Wir danken auch für die Unterstützung bei der Beschaffung zusätzlicher 3D-Drucker für unser 3D-Drucklabor. Wir konnten täglich rund 50 Gesichtsschilder drucken und an Krankenhäuser liefern. Die Studierenden werden in dieser Technologie geschult und sind begeistert davon.
Ein Vertreter des örtlichen Parlaments hatte uns besucht und unser College-Sportfest eingeweiht. Er sicherte uns bei seinem Besuch zu, sich für den Neubau unserer Zufahrtsstrasse einzusetzen, die bis jetzt eine unbefestigte Strasse war. Nun haben wir eine Betonstrasse von der Nationalstrasse bis zu unserem College-Tor.
Geistliche Aktivitäten
Während des Lockdowns wurden die meisten unserer geistlichen Aktivitäten für die Mitarbeitenden und Studierenden Online abgehalten. Unterdessen können die Morgenandachten und Sonntagsgottesdienste wieder vor Ort durchgeführt werden. Die christlichen Angebote in den Dörfern sind aktuell noch nicht erlaubt, wir gehen aber davon aus, dass es nach weiteren Lockerungsschritten bald wieder möglich sein wird, unsere Angebote in den Dörfern zu starten.
Zukunftspläne und Gebetsanliegen
Wir möchten zwei zusätzliche Labors einrichten: Eins für Robotik, eins für künstliche Intelligenz. Das ist für europäische Länder natürlich nichts Neues, aber in Indien auf dieser Ausbildungsstufe nicht üblich. Wir sind jedoch der Meinung, dass sich unsere Studierenden in diesen Bereichen fortbilden müssen.
Wir glauben, dass Gott in der Zukunft grössere Pläne für den Ausbau der Einrichtung hat. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Campus für höhere Ingenieurstudiengänge entwickeln wird. Wir werden dafür weitere zwei bis drei Hektar Land erwerben müssen. Dies ist für uns im Moment nicht möglich, aber unser Vertrauen liegt allein auf dem Gott der Möglichkeiten.
Wir möchten auch ein separates Wohnheim für Studentinnen bauen und glauben, dass Gott zu gegebener Zeit auch dafür die Türen öffnen wird.

Herzlichen Dank
Zu Beginn des 7. Jahres danken wir Gott für die Vision, die er der Schweizer Spenderfamilie und Augustine Jebakumar gegeben hat. Der Gehorsam dieser treuen Gottesmänner hat heute das Leben von hunderten von Jugendlichen, aber auch den umliegenden Dörfern verändert. Obwohl wir ein junges Team sind, wurde uns Vertrauen geschenkt, wir durften uns frei bewegen, kreativ sein, Risiken eingehen und wiederum andere ermutigen. Dies bedeutet uns sehr viel und wir sind so gesegnet, dass wir auf diese Weise unterstützt werden.
Ich danke für die Unterstützung der Inter-Missions-Familie durch die Entsendung von Freiwilligen und die Hilfe beim Aufbau der Infrastruktur. Möge Gott alle Spenderinnen und Spender segnen. Im Namen der jungen Menschen, die durch die Inter-Mission unterstützt werden, möchte ich meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Es macht einen grossen Unterschied in ihrem Leben.
Ich danke allen GEMS-Partnern, die regelmässig für uns beten, uns besuchen und ermutigen, dran zu bleiben.
Wir danken allen, die dies lesen, von ganzem Herzen. Ihr habt uns in den letzten sechs Jahren begleitet und unterstützt. In einem Clip haben wir einen kurzen Rückblick in Bildern zusammengestellt.
Viele liebe Grüsse vom GPC-Bihar
Ashish Daniel, Direktor







































































































































