25.05.2021
Dr. Alex Philip (Direktor und leitender Arzt in einem Spital in Nordindien) und weitere Mitarbeitende geben in einem kurzen Video Einblick in ihre aktuellen Herausforderungen. Unterhalb des Videos findet ihr eine Zusammenfassung auf Deutsch.
Zusammenfassung des Videos:
Liebe Freunde
Die New India Evangelistic Association (NIEA) ist mit über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in zehn verschiedenen Bundesstaaten Indiens aktiv. Das Werk hat vier Standbeine:
- Bibelschulen und Gemeinden/Kirchen
- Kinderbetreuung und Schulen
- Übersetzung der Bibel in verschiedene Sprachen
- Gesundheitswesen
Unser Hauptanliegen ist die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat. In diesen Tagen gibt es besonders viele Möglichkeiten, den Menschen in Indien zu dienen.
Über 25 Millionen Menschen sind Berichten zufolge vom Covid-Virus betroffen. 250’000 Menschen haben ihr Leben verloren. Allein heute sind 263’000 Menschen positiv getestet worden und in den letzten 24 Stunden sind mehr als 3'600 Menschen gestorben. Überall herrscht Panik, Unsicherheit und es gibt grosse Herausforderungen, den Menschen zu helfen: Generell, aber speziell auch im medizinischen Bereich. In diesem kurzen Video hört ihr von einigen Mitarbeitenden, seht einige Bilder aus dem Krankenhaus und spürt ihr Herz für die Menschen und die Kirchen in Indien.
Ich bin Ashish Kumar vom Christlichen Medizinischen Zentrum und Krankenhaus. Die zweite Covid-Welle hat Indien wie ein Tsunami stark erfasst. Die Gesundheitsinfrastruktur des Landes war kaum darauf vorbereitet. Mit 4'069 Covid-Toten gab es gestern einen weiteren indischen "Rekord". Die Christen in den ländlichen Gebieten Indiens leiden sehr unter der Pandemie. Im Land wurde ein Lockdown verhängt, mehrere Orte wurden in den letzten 15 Tagen komplett "geschlossen" und ein weiterer 10-tägiger Lockdown wurde vor zwei Tagen verhängt. Wir stehen vor einer noch nie dagewesenen Situation in diesem Land. Drei unserer Pastoren wurden positiv getestet, sie werden im Krankenhaus behandelt. Es geht ihnen langsam wieder besser. Letztes Wochenende haben wir einen Gedenkgottesdienst für einen unserer Pastoren abgehalten, der an Covid gestorben ist. Ich bitte euch, weiterhin für das Land zu beten, besonders für unsere Kirchen/Gemeinden, ihre Mitarbeitenden und ihre Mitglieder. Wir versorgen die Gemeinden mit Nahrungsmittel, soweit dies möglich ist. Wie können noch überhaupt nicht abschätzen, wie sich die Situation noch entwickeln wird. Betet weiter für das Land, dass Gott eingreift, dass Gott den Schwung zurückbringt und die Menschen in Indien wieder zur Normalität zurückkehren können.
Pastor Ashish Kumar (Leiter, NIEA Training, Bihar)
Es fällt mir schwer, die Notlage der Männer und Frauen in Worte zu fassen, die mit Tränen in den Augen und Hoffnung im Herzen vor den Türen des Krankenhauses stehen, während ihre Angehörigen drinnen um ihr Leben kämpfen. Es ist immer noch schwer, die zermürbende Arbeit der Krankenschwestern, der Ärzte, der Techniker und all des anderen Hilfspersonals zu beschreiben, die oft das Einzige ist, was zwischen Leben und Tod steht. Und es ist dieser Einsatz, der Fleiss und die Liebe, die diesen unglücklichen Menschen innerlich und äußerlich einen Hoffnungsschimmer in diesen trostlosen Zeiten gibt. Das heisst, es sind auch Zeiten wie diese, die uns verbinden, die uns vereinen und uns helfen, unsere wahre Bestimmung zu finden. Bitte betet für uns. Vielen Dank!
Dr. Ashish Thomas (Leiter, Covid-19-Massnahmen im CMCH)
Wir sind hier auf der Covid-Station bei einer unserer Patientinnen. Diese arme Frau hat ihren Bruder, ihre Mutter und ihren Schwiegervater durch Covid verloren. Nun hängt sie selbst am seidenen Faden ihres Lebens. Es gibt unzählige andere Geschichten von Schmerz und Angst, die auf diesen Stationen widerhallen, während sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Tag und Nacht durch die Hitze und Müdigkeit quälen. Bitte betet für uns.
Liana Hensel (Freiwillige Mitarbeiterin im CMCH Team)

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Menschen Gottes Liebe erfahren können: Es gibt Menschen, die werden körperlich geheilt. Anderen können wir dienen, in dem wir sie mit dem nötigsten versorgen. Ein Nahrungsmittelpaket im Wert von etwa 30 Dollar reicht aus, um eine fünfköpfige Familie für etwa einen Monat zu versorgen. Wir sind auch dabei, kleine Hygienesets für etwa 10 Dollar zusammenzustellen mit Masken, Desinfektionsmittel und Seife, um sie den Menschen in den Dörfern zu verteilen. Wir beten auch für Möglichkeiten, die Behandlung der Kranken zu subventionieren, damit die allgemeinen Kosten (normalerweise 500 bis 1'000 Dollar pro Patientin oder Patient) irgendwie tragbar sind bzw. die Menschen, die eine Behandlung brauchen, auch tatsächlich behandelt werden können. Aber vor allem denke ich, dass Frieden und Halt aus Gottes Wort kommen. In Psalm 121 heisst es: "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von woher kommt meine Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem Herrn, dem Schöpfer des Himmels und der Erde." Bitte schliesst euch uns an, wenn wir für Gottes Kirche und für unser Land beten. Wir schauen auf den Herrn und hoffen, seine Hilfe zu empfangen. Wir vertrauen auf seine Vergebung, die Versöhnung mit ihm und dass sein Frieden (Shalom) wieder in unser Land kommt. Ich danke euch sehr für eure Partnerschaft. Vielen Dank für eure Gebete und vielen Dank für eure Ermutigung. Gott segne euch.
Dr. Alexander Philip, Direktor









































































































































