12.09.2025

Wie auch unsere Medien berichteten, ist der Monsun in Indien dieses Jahr aussergewöhnlich stark ausgefallen. An gewissen Orten hat es seit 63 Jahren nicht mehr so stark geregnet. Unser Projektpartner vor Ort ist aktiv geworden und unterstützt die betroffenen Menschen. Sie haben damit begonnen, Lebensmittel zu verteilen und sind an der Beschaffung von Medikamenten.
Chandigarh
In der Nacht auf den 3. September, gegen 3.00 Uhr morgens, wurde eine erhebliche Menge Wasser aus den Bergen in den Ghaggar-Fluss ins Slumgebiet von Mubarakpur abgelassen. In der Folge wurden alle Habseligkeiten der Bettler, die am Flussufer lebten, weggespült. Ihre Lebensmittel, Utensilien, Hütten und Wohnräume gingen verloren. Immerhin waren keine Menschenleben zu beklagen.
Unser Partner versorgt die notleidenden Menschen mit Grundnahrungsmitteln wie Brot, Mückenspiralen, Reis, Seife, Shampoo, Zahnpasta, Speiseöl, Linsen, Kurkuma, Chilipulver, Salz, Planen und Regenmänteln. Er hat Kontakt mit allen Familien aus dem Projekt aufgenommen und sie in das Projektzentrum eingeladen. Alle erhielten ein Mittagessen, ein Lebensmittelpaket sowie Unterstützung für Reisekosten. Die Vorräte werden einer Familie für einen Monat reichen.


Delhi
Aufgrund anhaltender und starker Regenfälle wurde Delhi zur roten Zone erklärt. Der Hauptgrund für die Überschwemmungen ist, dass neben den starken Regenfällen auch Wasser aus den Flüssen oberhalb der Stadt abgelassen wurde. Viele Menschen, die das Betteln aufgegeben hatten und als Tagelöhner (majduri) arbeiten, haben ihre Arbeit verloren. Sie verfügen weder über Einkommen noch Unterkunft – und nicht einmal über einen Ort, an dem sie betteln könnten, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. Denn in dieser Hochwassersituation kämpfen die Menschen selbst ums Überleben, und es gibt kaum jemanden, der Almosen geben kann.
Die Gebiete, in denen arme Familien lebten, sind überflutet, und viele Tiere sind gestorben. Aufgrund des schmutzigen und verseuchten Wassers haben die Menschen nicht einmal mehr sauberes Trinkwasser. Krankheiten breiten sich aus – insbesondere unter Frauen (Harnwegsinfektionen) und Kindern (Fieber, Dengue-Fieber, Erkältungen, Husten, Durchfall usw.).
Delhi bezieht Gemüse und Hülsenfrüchte hauptsächlich aus Punjab und Rajasthan. Da Punjab zu den am stärksten betroffenen Gebieten gehört, ist die Versorgung stark beeinträchtigt und lebenswichtige Güter sind deutlich teurer geworden. Die Regierung in Delhi hat bereits viele Slumsiedlungen abgerissen und die Menschen obdachlos gemacht. Durch die Regenfälle und Zerstörungen hat sich ihre Lage noch weiter verschlechtert.
Die Regenfälle dauern nun schon fast zweieinhalb Monate an und haben alles komplett verändert. Bettler und Tagelöhner leiden am meisten darunter.

Dank unserer schnellen Zusage zusätzlicher finanzieller Mittel konnte unserem Projektpartner vor Ort direkt geholfen werden. So erhielten die Menschen rasch Unterstützung, und unser Partner entwickelt Strategien, um ihnen in ihrer grössten Not beizustehen. Die Mitarbeitenden bitten uns zudem herzlich, für die Betroffenen zu beten.








































































































































