14.04.2025

Unser Spielplatzprojekt in Uganda
Anfang Jahr reisten wir – meine beiden Brüder Jérôme und Maurice, unser guter Freund Jan und ich nach Uganda. Unser Ziel: Dem Kinderhilfswerk NELIA in Tongolo innerhalb von zwei Wochen einen Spielplatz bauen.
Die Idee zu diesem Projekt entstand über den Förderverein MATOKE, mit dem wir bereits verbunden waren, da wir über ihn ein Patenkind in Uganda unterstützen. An der Generalversammlung des Vereins erfuhren wir von dem Wunsch, bei NELIA einen Spielplatz zu errichten – und dass dafür freiwillige Helfer gesucht wurden, idealerweise mit handwerklichem Hintergrund. Da wir ohnehin schon länger geplant hatten, unsere Patenkinder zu besuchen, war das die perfekte Gelegenheit, beides miteinander zu verbinden.
Vorbereitung in der Schweiz
Schon in der Schweiz bereiteten wir uns intensiv auf das Projekt vor. In Zusammenarbeit mit der Firma Rudolf Spielplatz AG in Sommeri entwickelten wir einen detaillierten Bauplan samt Materialliste. Die Materialbeschaffung vor Ort übernahm Andrea Tischhauser, die das Kinderhilfswerk NELIA leitet. Einige spezielle Bauteile erhielten wir kostenlos von der Spielplatzfirma und nahmen sie direkt mit nach Uganda.
Ankunft bei NELIA
Als wir bei NELIA ankamen, wurden wir mit Gesängen und Jubel empfangen – ein unvergesslicher Moment, der uns tief berührte. Anschliessend wurden wir zum Mittagessen ins Kinderhaus eingeladen, das von Joy geleitet wird. Die Atmosphäre war herzlich und familiär. Wir stellten uns vor – was besonders lustig war, denn jedes unserer Worte wurde von den Kindern mit Begeisterung und lautem Gelächter gefeiert. Es war ein wunderschöner Start in unser gemeinsames Projekt.

Die ersten Arbeiten
Am Sonntag markierten wir die Positionen der Pfähle, die später einbetoniert werden sollten. So konnten wir bereits etwas Vorarbeit leisten, damit unsere Mithelfer, die uns zur Verfügung gestellt wurden, am Montag direkt loslegen konnten. Dann ging’s richtig los: Löcher graben, Erde abtransportieren – bei glühender Hitze und auf hartem, steinigem Untergrund. Zum Glück standen uns einige erfahrene Jungs zur Seite, die genau wussten, wie man mit afrikanischer Erde umgeht. Unsere Aufgabe war es hauptsächlich, die ausgehobene Erde mit Schubkarren wegzufahren.
Da die Kinder Schulferien hatten, beobachteten sie uns neugierig bei der Arbeit. Als sie sahen, wie erschöpft wir unter der afrikanischen Sonne die Erde weg transportierten, dauerte es nicht lange, bis sie spontan mit anpackten. Das war eine unglaubliche Hilfe und zugleich ein sehr lustiger Moment. Es wurde viel gelacht, und es war schön zu sehen, wie begeistert die Kinder dabei waren.

Warten auf das Holz
Nachdem alle Löcher gegraben und die Erde weggeschafft war, warteten wir gespannt auf das bestellte Holz. Eigentlich hätte es längst da sein sollen – aber wir waren eben in Afrika, wo manches seinen eigenen Rhythmus hat. Geduld war gefragt.

Als das Holz schliesslich ankam, staunten wir über die massive Grösse und das Gewicht der Stämme. Schnell wurde uns klar, dass der Transport und das Abladen eine Herausforderung wird. Doch mit vereinten Kräften und vielen helfenden Händen schafften wir es, alles sicher an den vorgesehenen Platz zu bringen.

Der Bau beginnt
Nun konnten wir mit dem eigentlichen Aufbau beginnen: Stämme positionieren, einbetonieren, Spielgeräte zusammenbauen. Stück für Stück entstand der Spielplatz – mit tatkräftiger Unterstützung vieler lokaler Helfer. Trotz der Herausforderungen – etwa die Materiallogistik oder das heisse Klima – arbeiteten wir als Team zusammen und fanden für jedes Problem eine Lösung.


Fazit
Unser Einsatz in Uganda war nicht nur eine handwerkliche Herausforderung, sondern vor allem eine zutiefst bewegende und bereichernde Erfahrung. Es war wunderschön zu sehen, wie viel Freude die Kinder am fertigen Spielplatz hatten – und wie viel Dankbarkeit uns entgegengebracht wurde.
Ein grosser Dank geht an den Förderverein MATOKE, an Andrea, an die Firma Rudolf Spielplatzbau AG sowie an die vielen lokalen Helfer und Unterstützer, ohne die dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.
Wir hoffen von Herzen, dass dieser Spielplatz den NELIA-Kindern noch viele Jahre Freude bereitet.

Noël Zurbuchen







































































































































