26.09.2024

„Was für ein Blumenstrauss an Eindrücken aus Geschichte und Gegenwart!“ Eine Besucherin aus Speyer brachte auf den Punkt, was das grosse Jubiläum der Inter-Mission am 21. September ausgemacht hat: Zur 60-Jahr-Feier waren 300 Teilnehmende, Mitarbeitende von früher und heute sowie Gäste aus Übersee nach Hannover gekommen. Es gab meisterhaft frohe Töne der Formation „Just Gospel“ um Hauke und Christiane Hartmann und nachdenkliche Botschaften des bekannten Autors Arno Backhaus. Über allem stand der Dank an Gott, der das Werk 60 Jahre durchgetragen und sichtbar gesegnet hat.

Walter Fischer, 1. Vorsitzender in Deutschland, erklärte, dass ihn die theologische Weite der Inter-Mission fasziniert: „Die Liebe zu Jesus, zu Mission und den Menschen macht uns aus, nicht theologische Unterschiede“, sagte Walter als er Jung und Alt begrüsste. „Jesus ist der Ehrengast beim Jubiläum und unser Herr!“ Es folgte ein eindrucksvoller Rückblick in die Geschichte: Der langjährige Missionsleiter Markus Egger, Jochen Tewes, der seit 50 Jahren in Indien junge Menschen ausbildet, und Peter Arndt, der als Verwaltungsleiter das Heimatbüro in Hannover in Schwung hält, erzählten ihre Erlebnisse mit Gott. Es war bewegend.

Markus Egger erinnerte daran, wie er als „abgewrackter Hippie“ zum Glauben an Christus und zur Inter-Mission fand. Die ersten Mitarbeiter um Gründer Achim Schneider kümmerten sich im „Jesus-Treff“ und bei Strasseneinsätzen im Rotlichtviertel Hannovers um Drogensüchtige und Obdachlose, woraus später die Koinonia-Gemeinde entstand. Jochen und Markus beschrieben ihre Reisen im VW nach Indien Anfang der 1970er-Jahre: „Wir brauchten drei Wochen allein für die Hinfahrt!“ Sie bauten Waisenheime und Ausbildungswerkstätten auf. Insgesamt haben wir mehr als 12.000 junge Leute zu Schreinern, Tischlern, Näherinnen, Mechanikern, Schlossern und in der Krankenpflege ausgebildet, sagte Jochen. „Tausende junge Inder fanden neues Leben in Jesus.“ Eine Handvoll von ihnen war bei der Feier dabei unter ihnen ein IT-Unternehmer, der heute drei Firmen leitet, und eine Anästhesieassistentin, die an einer renommierten Klinik arbeitet. Zwei Studenten des Polytechnikums unseres Partners GEMS in Bihar dankten für den Aufbau und die Unterstützung dieser grossen Berufsschule in einem der ärmsten Teile Indiens und für ihre Berufsausbildung.

Die Vertreter aus der Schweiz beschrieben, wie Gott in den 1980er-Jahren ein Wachstum des Freundeskreises in der Schweiz schenkte, sodass sie 1987 ihren eigenen Verein gründen konnten. Heute sind es mehr als 8.000 Menschen in 17 Ländern weltweit (Inter-Mission Deutschland und Schweiz), die ganzheitliche Hilfe zur Selbsthilfe aus tiefster Armut und Not heraus erhalten.

Die Festpredigt hielt der Aktionskünstler und Wortjongleur Arno Backhaus, der sich selbst lachend als „E-FUN-gelist“ vorstellte. Er fand fröhliche und nachdenkliche Töne und erinnerte an Johannes 15 Vers 13, als Jesus sagte: „Niemand hat grössere Liebe als der, der sein Leben lässt für seine Freunde.“ Backhaus forderte die Feiergemeinde auf, diese Liebe täglich einzuüben. „Wir sollen uns nicht negativ aufladen mit dem Zeitgeist, sondern positiv aufladen mit dem Heiligen Geist und der göttlichen Hoffnung“, sagte er. Der Bürgermeister von Hannover, Thomas Klapproth, würdigte auf der Feier die Inter-Mission, die in der niedersächsischen Landeshauptstadt ihren Ursprung und ihre deutsche Zentrale hat. Ihr Engagement sei ein leuchtendes Beispiel für Mitmenschlichkeit, Solidarität und Tatkraft.
Theo Volland, Inter-Mission Deutschland






































































































































