12.03.2024
ein Bericht von Andrea Tischhauser, Projektleiterin NELIA in Uganda

Vor etwas mehr als einem Jahr lernten wir Gertrude kennen. Auf einem Spaziergang durchs Dorf kam sie auf mich zu und bat mich eindringlich um Hilfe für den kranken Enkel James. Gertrude ist um die 60 Jahre alt, ihr Mann Moses, 64 Jahre, ist ihr zweiter Mann, der erste verstarb. Sie hatte selbst zehn Kinder, wovon zwei verstarben, und sorgt nun als Grossmutter für 16 Enkelkinder, die auf die Hilfe und Fürsorge ihrer Grossmutter dringend angewiesen sind.
Ein Sohn starb bei einem Fischerunglück und hinterliess Gertrude seine acht Kinder, die Mutter verliess die Familie nach dem Tod des Mannes. Ein anderer Sohn: Die Frau lief ihm davon und dann verliess auch er seine fünf Kinder und versteckt sich heute irgendwo auf einer Insel. Er hat den Kontakt zur Familie abgebrochen. Gertrude versorgt auch diese fünf Enkelkinder. Eine Tochter, Moreen, ist alleinerziehend. Sie hinterlässt ihrer Mutter Gertrude auch ihre zwei Kleinkinder und sucht Arbeit in der Hauptstadt Kampala. Ein weiter Sohn wohnt direkt neben Gertrude. Auch seine Frau suchte das Weite und nun versorgt Gertrude auch dieses Enkelkind, es ist knapp zwei Jahre alt. Der Vater bringt allerdings etwas Geld dafür auf.

Moses, der Grossvater, hilft Gertrude wo er kann. Er hat eine Nachtwächteranstellung auf einer Fischfarm in Tongolo und verdient da etwas Geld. Tagsüber hilft er auf dem Feld. Das reicht überhaupt nicht, um 18 Menschen zu ernähren, Schulgelder zu bezahlen, Medizinisches, usw. Das eigene Stück Land ist nur etwa 40 x 50 m gross und sie müssen noch ein Stück Land dazu mieten, um eigenes Gemüse, Getreide und Obst anzubauen. Sie haben ein kleines Haus, das aus allen Nähten platzt, mit so vielen Kindern. Sie schauen zu einer Kuh, die etwas Milch gibt, haben eine Ziege und ein Huhn.

Seit einem Jahr bringen wir dieser Familie wöchentlich Nahrungsmittel zum Überleben. Der kleine mangelernährte James wurde via Kinderklinik aufgepäppelt und ist wieder gesund. Dank einer Familienpatenschaft können wir Getrude, Mose und den vielen Kindern längerfristig helfen.

NELIA unterstützt Familien und hilft, das kostbare System Familie zu fördern. Dies geschieht durch Beratung und z.B. durch Nahrungsmittelspenden, einen Kleinkredit für ein Startup oder einen Beitrag für die Erneuerung eines Hausdaches. Dank einer Patenschaft kann eine ganze Familie mit dem Nötigsten versorgt werden. Eine Familienpatenschaft kostet monatlich Fr. 150.-.






































































































































