24.11.2023
Als Inter-Mission unterstützen wir neu zwei zusätzliche Dorfprojekte bei einem unserer Partner in Nordindien. Beide Projekte bestehen seit gut zehn Jahren. Nachdem nun deren Finanzierung nicht mehr gesichert war, wurde die Inter-Mission um Hilfe gebeten.
Vor zehn Jahren, als das Karma-Projekt und das Banrashia-Projekt gestartet wurden, waren beide Dörfer Orte der Trostlosigkeit und Perspektivlosigkeit. Mädchen wurden früh verheiratet, Erwachsene waren ohne Ausbildung und viele Mütter arbeiteten im Sexgewerbe. Sucht und Gewalt durchdrangen die Dorfgemeinschaften und bestimmten das Zusammenleben.
Heute ist die Situation für viele Familien eine andere. 135 Kinder besuchen in den beiden Dörfern die Schule. In beiden Dörfern gibt es eine Kirchgemeinde. Viele Erwachsene haben eine neue Arbeit begonnen und verdienen ihren eigenen Lebensunterhalt.
Das Dorf Karma sieht mit den bewirtschafteten Flächen heute richtig attraktiv aus. Aktuell besuchen dank des Dorfprojekts sechzig Kinder die Schule. Viele ehemalige Schülerinnen und Schüler haben nach erfolgreichem Schulabschluss weiterführende Studiengänge besucht.
Priya Kumari sollte eigentlich als kleines Mädchen verheiratet werden oder wie ihre Mutter Tänzerin im Rotlichtgeschäft. Ein Schulbesuch war ihr untersagt. Doch Priya lernte den Gott der Bibel kennen und betete zu ihm. Sie wollte unbedingt einen Schulabschluss machen und nahm diesen Wunsch mit ins Gebet. Gott erhörte ihre Bitte und sie konnte die zehnte Klasse abschliessen.
Durch Schulbildung wurde nicht nur Kindern ein anderes Leben ermöglicht, einigen Familien öffnete sich durch ein Darlehen der Weg in eine neue Erwerbstätigkeit. Unter ihnen auch Lakshmina Devi und ihr Mann. Sie führten ein Leben in Armut. Ihre Hütte hatte ein beschädigtes Dach und die Familie nicht genug zu essen. Motiviert durch ein Darlehen erneuerten sie ihr Haus und kauften einige Tiere, mit denen sie heute züchten. So verdienen sie ihren Lebensunterhalt und haben ihr Darlehen auch schon fast vollständig zurückbezahlt.

Eine andere Familie fand durch ein Wunder zum Glauben. Die beiden Kinder besuchten die Schule im Dorfprojekt, als die Mutter schwer krank wurde und niemand ihr helfen konnte. Die Kinder kamen an einem Tag viel zu früh zur Schule und baten den Projektleiter, für ihre kranke Mutter zu beten. Als sie dann später nach Hause kamen, war die Mutter tatsächlich genesen und die Kinder fanden heraus, dass sie exakt zu der Zeit gesund wurde, als sie gebetet hatten.
Die Schatten der Vergangenheit liegen noch immer auf vielen Familien. Manchmal sind die kleinen Zeichen der Hoffnung in den täglichen Herausforderungen fast unsichtbar – und trotzdem haben sie die Kraft, über die Zeit ein ganzes Dorf zu verändern.








































































































































