09.12.2022

«Lasst uns Gott von Herzen danken, so oft wir beten, dass wir seinen Geist in uns haben, der uns das Beten lehrt. Danken zieht unser Herz zu Gott hin und hält uns in Verbindung mit IHM; Danken lenkt unsere Aufmerksamkeit weg von uns selbst und gibt dem Heiligen Geist Raum in unseren Herzen.» Andrew Murray
Rückblick
Dankbar schauen wir zurück. Was klein und bescheiden begonnen hat, ist gewachsen. Die Arbeit von GEMS erstreckt sich heute über fünf indische Bundesstaaten und umfasst elf verschiedene Sprachregionen. Sie unterhält 181 Kirchen und sieben Jüngerschaftsschulen. Dazu gibt es sechs Zentren für Jugendarbeit, sechs für Kinderarbeit, 107 Dorf schulen und zwölf zusätzliche englischsprachige Schulen. GEMS führt auch neun weiterführende Ausbildungen und Studiengänge.
Durch die vielen Arbeitszweige durfte GEMS in 50 Jahren viele Menschen erreichen, prägen und einen positiven Unterschied in ihrem Leben machen. Unzählige kamen mit GEMS in Kontakt, sei es durch eine von den 2’700 Kleingruppen, durch die Studiengänge, die schon über 15’000 Abgänger verzeichnen, durch die Heime, Tageseinrichtungen oder Ferienprogramme, an welchen jährlich 50’000 Kinder teilnehmen, oder als eine oder einer von jährlich 30’000 Patientinnen und Patienten des Krankenhauses.

All diese Menschen haben das Evangelium von Jesus Christus gehört und viele haben Gott erlebt und vertrauen ihm nun ganz. Das ist die grösste Freude in unserem Jubiläumsjahr. Augustine Jebakumar leistete viel Pionierarbeit. So zum Beispiel auch als Gründer des Heims für poliogeschädigte Kinder. In den letzten Jahren konnte die Krankheit durch Impfungen stark zurückgedrängt werden. Viele ehemalige Kinder aus dem Polioheim sind heute bereits erwachsen. Sie haben durch das Heim eine Perspektive für ihr Leben erhalten.
Blick in die Zukunft
«Explore and Impact» - erkunden und prägen. Das ist das Motto von GEMS, welches in vielerlei Hinsicht Realität geworden ist. Es geschah alles aus der Gnade Gottes, als Geschenk, dass GEMS heute das ist, was es ist. GEMS engagiert sich als christliche Arbeit, die Gemeinden gründet, Menschen in der Jüngerschaft fördert, sie ausbildet und medizinische und humanitäre Hilfe für die Bevölkerung leistet.
In den kommenden Jahren möchten wir das Wirkungsgebiet von GEMS in den sechs regionalen Zweigen als unabhängige, aber gut vernetzte Partner organisieren. Jede Region soll alle Dienstbereiche von GEMS umfassen. Das Wachstum von GEMS soll dem des Bananenbaums gleichen: Während zum Beispiel der Banyan-Baum immer dicker und dicker wächst, bringt der Bananenbaum viele neue Bäume hervor.
Gleich wie die Regionen, möchten wir auch unsere Gemeinden so fördern, dass sie eigenständige Kirchen werden. Und zuletzt möchten wir, dass es in allen 17 Zonen, die in den sechs Regionen zusammengefasst werden, je eine Jüngerschaftsschule gibt. Jüngerschaft ist das Herz von GEMS.

Was brauchen wir für die nächsten Jahre am dringendsten und am meisten? Darauf gibt es nur eine Antwort: Gebet, Gebet und Gebet. Der kanadische Theologe A. B. Simpson sagte einmal: “Das Gebet ist der mächtige Motor, der die Missionsarbeit antreibt.” Wir sind überzeugt, dass alles, was geschieht, nur durch das Gebet geschehen kann.
Wir freuen uns, auch in der kommenden Zeit zusammen mit euch an unserer Aufgabe dranzubleiben.

Reema stammt aus einer sehr armen Familie aus dem Dorf Bandha, welches abgelegen in den Rohtas Hills liegt. Sie kam im Vorschulalter ins Polioheim und besuchte die Kinderkrippe bei GEMS. Die Funktion ihrer Beine war durch Polio stark eingeschränkt. Durch regelmässige Physiotherapie und mithilfe von Beinschienen lernte sie gehen. Doch dies war nicht die einzige Veränderung, die sie bei GEMS erlebt hat. Reema lernte Jesus kennen und liess sich taufen. Nach Abschluss ihrer Ausbildung als Bauzeichnerin erlangte sie schliesslich am GEMS Polytechnic College das Diplom im Bauwesen. Zurzeit arbeitet sie als Lehrerin bei GEMS. Bis heute ist sie das einzige Mädchen aus ihrem Dorf, das einen so hohen Bildungsabschluss erreicht hat. Ohne Unterstützung hätte sie keine medizinische Hilfe erhalten können, und auch die Möglichkeit einer höheren Schulbildung wäre ihr verwehrt geblieben.

Nagender kam als zweiter Sohn in einer Bauernfamilie zur Welt. Seine Familie hatte keine finanziellen Möglichkeiten ihrem Jungen medizinisch zu helfen, nachdem dieser an Polio erkrankt war. So brachten sie ihn ins Polioheim. Beide Beine waren bei dem Jungen von den Folgen der Polioerkrankung betroffen. Nagender, der aus hinduistischem Hintergrund kam, lernte im Heim ebenfalls Jesus kennen und nahm Christus als seinen Erlöser an. Er liess sich taufen. Seine Eltern wandten sich auch Jesus zu, was für sie mit einer grossen Herausforderung verbunden war, da in der Dorfgemeinschaft die Toleranz dem christlichen Glauben gegenüber sehr klein ist. Nagender singt sehr gerne. Er repariert Fahrräder und stellt Stühle her. Nach seiner Schulzeit hat er einen Computerkurs absolviert und das Handelsdiplom gemacht, und heute arbeitet er in einer Agrarbank als Buchhalter. Anfang dieses Jahres hat er geheiratet.







































































































































