Geschichte
Als Achim Schneider 1964 das erste Mal Indien besuchte, war er entsetzt über die massiven Nöte. Die starke Betroffenheit motivierte ihn zu helfen – mit persönlicher Opferbereitschaft und tatkräftigem Einsatz. So wurden die ersten zehn Kinder in einem Waisenheim aufgenommen. Spender in Deutschland und der Schweiz übernahmen die ersten Patenschaften. Die Inter-Mission e.V. wurde gegründet. Ziel war es, den Missionsgedanken praktisch und konkret umzusetzen – in Deutschland und in Indien. Dabei waren die Anfänge eher bescheiden.
Vier Jahre nach Vereinsgründung wurde die überschaubare Anzahl von 30 Waisenkindern unterstützt. Heute sind es weit mehr als 3000.
1973 ist Jochen Tewes nach Indien ausgereist, weil er deutlich eine Berufung Gottes spürte, sich in die Berufsausbildung zu investieren, die ohne Hilfe chancenlos wären. Die Reise auf dem Landweg mit einem VW Variant, auf der er von Markus Egger begleitet wurde, war ein eindrückliches und zuweilen abenteuerliches Unterfangen. Er erinnert sich zum Beispiel, dass sie im Iran sogar als Ehrengäste in eine Moschee eingeladen wurden. Predigen oder Singen wurde ihnen allerdings verwehrt. Am 1. November 1973 war man auf indischem Boden. Seitdem ist viel geschehen. In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen wurden 90 Heime eröffnet. Man gründete Schulen und Lehrwerkstätten. Zahlreiche Tagesschulen konnten eingerichtet werden. Nach einer Phase des enormen Wachstums ging es anschliessend eher um die Konsolidierung. Heime wurden regelmässig besucht, Mitarbeiter geschult, die Qualität der Heime, Schulen und Ausbildungsstätten verbessert.
Heute besteht die Arbeit der Inter-Mission aus einem Netzwerk von eigenständigen Organisationen, die eng miteinander verbunden sind und partnerschaftlich zusammen abreiten. In der Schweiz und in Deutschland gibt es etwa 5000 Freunde, die durch Spenden und Gebete die Arbeit unterstützen